Geschichte

Etwa drei Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums Detmold liegt Herberhausen – früher Hakedahl. Dieser Stadtteil wurde in den 60er und 70er Jahren für englische Soldaten und ihre Familien gebaut, die im benachbarten Kasernengelände Hohenloh stationiert waren.

Als eigenständiger Stadtteil erfüllte Herberhausen früher alle Funktionen des täglichen Lebens: Hier gab es ein Geschäft, eine Grundschule, Sportmöglichkeiten, medizinische und soziale Einrichtungen. Herberhausen war unabhängig von der Kernstadt Detmold und allen örtlichen Verwaltungseinrichtungen. Doch mit dem Abzug der englischen Soldaten im Jahre 1993 veränderte sich der Stadtteil. Es entstand kostengünstiger Wohnraum, der vor allem von Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion und von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen genutzt wurde.

Die Evangeliums-Christen Brüdergemeinde – auch als „Muttergemeinde“ bezeichnet – mietete 1995 eine Wohnung in Hakedahl. Zuerst wurde mit einem Kindergruppenangebot begonnen. Auch für Erwachsene wurde ein Gesprächskreis gegründet. Schnell bemerkte man auch das Defizit in der Jugendarbeit. Als die Wohnung zu klein wurde, mietete die Freikirche für die Sonntagsgottesdienste das Gebäude des ehemaligen Medical-Center, welches die Stadt Detmold in der Woche als Jugendtreff nutzte.

Am 10. März 1996 wurde dann die „Evangelische Freie Gemeinde Hakedahl“ gegründet und 2015 umbenannt in „Evangelische Freikirche Herberhausen“. Die leerstehende ehemalige englische Grundschule konnte zunächst für die Gottesdienste angemietet werden und wurde 1997 gekauft und anschließend als Gemeindezentrum umgebaut. Neben dem zentralen Saal verfügt das Gemeindezentrum nun auf ca. 2.000 m² über viele Gruppenräume für die Arbeit mit Kindern und Teenies, einem großen Jugendbereich, einer Großküche mit Speisesaal, einer Bibliothek und vielen weiteren funktionalen Räumen.

Die Evangelische Freikirche Herberhausen ist als gemeinnütziger Verein eingetragen und trägt sich finanziell ausschließlich aus Spenden der Mitglieder und Freunden. Zurzeit hat die Freikirche ca. 330 Mitglieder (Stand: 2017).